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"El Condor - eine Festung voll Gold in der Wüste.
El Condor - Ziel von zwei tollkühnen Abenteurern: Lee van Cleef und Jim Brown. Mit einem Trick
gelangen sie ins Fort, sprengen das Wasserreservoir und entkommen. Gnadenlos ist der Kampf, als sie
mit den Apachen zurückkehren, besessen von der Gier nach Gold." (Kino-Werbetext)
Gut 35 Jahre nach diesen aufregenden Kämpfen besuchte ich die berühmte Festung. Gold, das kann
ich gleich vorwegnehmen, habe ich keines gefunden. Es ist eher ein Gang durch Western-Filmgeschichte,
auf dem man auch heute noch den feinen Geruch der alten Atmosphäre schnuppern kann (es kann sich aktuell auch um
Schafködel handeln…). Die für den John Guillermin Western "El Condor" (1970)
gebaute legendäre Anlage wurde von vielen weiteren Western
Produktionen als besonders markanter Drehort genutzt. Von dem größtenteils in
Leichtbauweise konstruiertem Fort, mit seinen kurzlebigen Backsteinen aus Lehm und Stroh (ladrillos), sind bis heute nur
noch wenige Mauern, Gebäude und Stützkonstruktionen erhalten
geblieben. Die Anlage steht Besuchern eigentlich nicht offen. Versprengte
Apachen, Kopfgeldjäger und die allgegenwärtige Einsturzgefahr sind nichts für Leute, die ohne Munition auf einem lahmen Zossen durch die Wüste hoppeln.
Wer dennoch nicht widerstehen kann und der Spur der Legende folgen will, fährt die kleine "Service-Strasse" (parallel zur Nationalstrasse) an "Western-Leone" vorbei den Hügel ein Stück hinauf. Wer nicht vorher aufgehalten wird, findet hier ein rostiges
Tor mit der Aufschrift "El Condor"! Da das Tor meist verschlossen ist, geht es jetzt zu Fuß den
Weg hinunter zum Fort. Eine der größten Festungs-Anlagen die je
in Spanien für eine Western-Produktion gebaut wurde, zerfällt
hier langsam zu Staub. Ein Geister-Fort vor der endgültigen Rückeroberung durch die Wüste. |
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